Wir freuen uns, Ihnen unser neustes Projekt der Präventionsarbeit vorstellen zu können: #letstalkaboutthc - Suchtprävention zum Anfassen, Mitmachen und Mitreden! Vielleicht erinnern Sie sixh noch an unsere Riesenzigarette. Da dieses 1,50m große Modell einer Zigarette, gefüllt mit einer Vielzahl schädlicher Inhaltsstoffe (Rattengift, Nagellackentferner, Blei etc.) in der Vergangenheit ausschließlich auf positive Resonanz gestoßen ist, haben wir uns dazu entschieden, einen 1,70m großen Joint zu bauen. In diesem befinden sich neben Hanfprodukten (Hanfseil, Hanfsamen, Hanftee etc.) auch gefährliche Streckmittel in Cannabis wie z.B. Blei, Haarspray, Vogelsand etc. Zudem bietet der Inhalt des Joints eine Menge Gesprächsstoff. Ziel dieses Projekts ist es, ganz unvoreingenommen und vorurteilsfrei über das Thema Cannabis zu informieren und mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Anders als die meisten unserer Projekte soll das Projekt #letstalkaboutthc vorwiegend im außerschulischen Bereich, wie z.B. in Jugendzentren eingesetzt werden. Das Projekt richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren. Der Joint kann jedoch auch in Fortbildungen für MultiplikatorInnen oder bei Informationsveranstaltungen z.B. Elternabende eingesetzt werden!


Um in den gemeinsamen Austausch zu treten, befinden sich im Inneren des Joints sechs  verschiedene Kategorien rund um das Thema Cannabis:

 

1.   Hanfprodukte: Zu was wird Hanf weiterverarbeitet? Wo liegt der Nutzen der Pflanze?

 

2.   Streckmittelrätsel: Aufklärung zu gefährlichen Streckmitteln im Cannabis und die damit verbundenen gesundheitlichen Risiken

 

3.   Quiz: Auf spielerische Weise wird Wissen vermittelt und so z.B. über rechtliche Grundlagen zum THC-Konsum oder dem Einsatz von Cannabis in der Medizin aufgeklärt

 

4.   Let’s talk about... Karten: Ermöglichen einen angenehmen Start in den Workshop

 

5.   Psychoedukation: Wie wirkt sich Cannabis auf das Gehirn aus?

 

6.   Der Suchtverlauf und zugehörige Fallbeispiele: Kennenlernen des Suchtprozesses und gemeinsames Zuordnen von unterschiedlichen Fallbeispielen

 



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Ein neues Projekt der Fachstelle für Suchtprävention des Suchthilfezentrums Gießen

Puckebeutel [reden] in mir steckt mehr!

 

Haben Sie heute schon ein Kompliment vergeben? Vielleicht sogar einer Person, die Sie gar nicht kennen? Würden Sie es sich zutrauen, eine Ihnen unbekannte Person zu fragen, was sie an Ihnen besonders gut findet? Es mag manchmal nicht einfach sein, mit fremden Menschen in Kontakt zu treten. Doch es kann sich lohnen, denn die Reaktionen können unerwartet positiv ausfallen. Die Aktion „Puckebeutel- In mir steckt mehr!“ soll Menschen jeden Alters ermutigen, in den Dialog mit unbekannten Personen zu treten und auf diese Weise das eigene Selbstbewusstsein und die sozialen Kompetenzen stärken bzw. fördern. „Puckebeutel“ sind Leinenbeutel, welche mit einem eigens von der Fachstelle Suchtprävention kreierten Logo von den KlientInnen und MitarbeiterInnen des SuchtHilfeZentrums Gießen bedruckt sind. Die Bedruckung der Leinenbeutel wurde im Ambulanzcafé des SuchtHilfeZentrums Gießen durchgeführt. Die Beutel können nicht käuflich erworben werden. Stattdessen erhält man einen Puckebeutel als Dankeschön und Erinnerung im Anschluss an den Puckebeutel-Parcours. Dieser wird voraussichtlich stattfinden am 15.12.2016 auf dem Weihnachtsmarkt in Gießen.

 

 

 

Was hat das mit Suchtprävention zu tun und was bedeutet eigentlich „Puckebeutel“?

 

 

In der Geschichte der suchtpräventiven Arbeit wurde bislang der Fokus vornehmlich auf stoffgebundene Süchte gelegt und erfährt seit wenigen Jahren einen paradigmatischen Wandel. Erkenntnisse über Suchtentstehung und deren Prävention führen zur Entwicklung neuer Maßnahmen, Angeboten, Workshops etc..

 

Auch die Fachstelle Suchtprävention Gießen unterstützt die Entfaltung alternativer und innovativer Präventionsprogramme. Aus diesem Grund wurde das erlebnispädagogische Präventionsprojekt „Puckebeutel“ erstellt. Es orientiert sich an dem Konzept des „City Bound“, welches die Stadt mit deren Individualitäten als Lernfeld für Interessierte sieht und aus diesem außergewöhnliche Lernsituationen schafft.

 

Das Präventionsprojekt „Puckebeutel“ nutzt genau diese Individualität. „Pucken“ ist ein „manisches“ Wort und bedeutet „Sprechen“. Der Soziolekt, dem dieses Wort entspringt, ist eine Vermengung verschiedener Sprachen, wie unter anderem romani, deutsch, jiddisch und wird hauptsächlich in der Weststadt Gießens gesprochen.

 

Der Begriff hat im Zusammenhang mit dem Projekt eine besondere Bedeutung, denn es geht in diesem um die Kommunikation und den Austausch mit sich selbst, aber auch anderen Menschen. Der Parcours gestaltet sich ähnlich wie eine Schnitzeljagd und beginnt mit einem Einstiegsauftrag. Nachdem dieser erledigt wurde, finden sich acht weitere Aufgaben, in welchen fortführend der Fokus auf den inneren und den gesellschaftlichen Dialog gelegt wird.

 

Deutlich wird an dieser Stelle, dass diese Art von Prävention vor allem auf die Stärkung des Selbstbewusstseins und das Training der sozialen Kompetenzen abzielt. Es geht in diesem Kontext um das „aufeinander zugehen“, das „sich selbst hören und Bedürfnisse wahrnehmen“ und die unterschiedlichen Gefühle, die einen tagtäglich im Kontakt mit anderen Menschen begleiten. Das langfristige Ziel dieser erlebnispädagogischen Lernsituation ist die Förderung und Unterstützung der Lebenskompetenzen der AdressatenInnen und beinhaltet die Sensibilisierung für das eigene Ich.

 

 

 

Kontakt:

 

Bei Interesse an diesem Projekt können Sie sich zu jeder Zeit an die Fachstelle Suchtprävention wenden - gerne auch, wenn Sie diesen Parcours mit Schulklassen etc. durchführen möchten. Ihre Ansprechpartnerin ist Lisa Jung.

Tel.: 0641-78027, E-Mail: lisa.jung@shz-giessen.de

 

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